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Aktuelle Information

EINLADUNG ZUM
BUDDY VERNETZUNGSTAG
 
ACHTUNG: neuer Termin!
Montag, 20. Oktober 2014
9:00 – 17:15 Uhr

Details folgen!
PH- Tirol, Innsbruck, Pastorstr.7, HS 2
 
Details finden Sie ==> hier!

 

Verantwortung lernen – Gewalt verhindern

Seit dem Start des „Buddy-Projekts Tirol“ im Jahre 2007/08 haben an die 300 Lehrpersonen aus allen Schularten an den Trainings teilgenommen und an ihren Schulen unterschiedlichste Projekte umgesetzt. In der ersten Phase bildeten vor allem Patenprojekte für Erstklässler den Einstieg in das Buddy-Prinzip. Hat die Schule einmal Feuer gefangen, entwickelt sich Buddy meist zu einem Flächenbrand, der zu einer neuen Schul- und Lernkultur führt.


Inzwischen helfen Buddys (engl. Kumpel, Freund) anderen Schüler/inne/n beim Lernen und in unterschiedlichen Situationen des Schulalltags in den verschiedenen Altersgruppen und Schularten auf vielfältige Weise. Beispiele sind: Welcome-Buddys, Pausen-Buddys, Lern-Buddys, Spiele-Buddys, Lese-Buddys, Bus-Buddys, Erste-Hilfe-Buddys. Die Kreativität lässt Schüler/inne/n oft geniale Ideen des Einander-Helfens entwickeln.


Die Idee einer stärkeren Verantwortungsübernahme der Schüler/innen für Schule und das Lernen durch Helfen ist mittlerweile in vielen Kollegien verankert worden und Patenprojekte gehören zum Standard. Das Buddy-Projekt Tirol hat den Projektstatus längst verlassen und ist zu einem von allen Seiten geschätzten Ansatz der Bildungsarbeit an den Tiroler Schulen geworden, der nicht nur zur Gewaltprävention beiträgt.
Als Gewaltpräventionsprojekt konzipiert, zeigte sich sehr rasch, dass das Buddy-Projekt Tirol ein MEHR bewirkt: Schüler/innen können ganzheitliche Bildung erfahren: soziale Handlungskompetenz, Verantwortungsübernahme, Demokratie-Bewusstsein. Sie erleben Selbstwirksamkeit, sinnerfülltes Lernen, Motivation, Gemeinschaft und Teamarbeit.
Lehrer/innen profitieren in Bezug auf ihre Professionalisierung, wenn sie ihre Rolle in Richtung Lernbegleitung erweitern. In vielen Klassen setzen schon jetzt Lehrpersonen Lernformen ein, bei denen SchĂĽler/innen anderen SchĂĽler/inne/n beim Lernen helfen.


In einem nächsten Schritt soll das Buddy-Prinzip stärker im Kernbereich von Schule, dem Unterricht, als Peer-Lernen verankert werden, und zwar als bewusstes pädagogisches Programm. Dabei wird Peer-Lernen als mögliche Ergänzung und Unterstützung des Bestehenden, nicht als Allheilmittel oder einzige Alternative betrachtet.


"SOZIALES LERNEN MIT SYSTEM" lenkt den Blick auf die Weiterentwicklung und Vertiefung des Buddy-Ansatzes in Richtung Lernen im Unterricht und gibt einen Ăśberblick ĂĽber die theoretischen Grundlagen des Peer-Lernens, einige Gedanken zum Lernen als sozialer Prozess und fĂĽhrt Leser/innen in ein lernerzentriertes Klassenzimmer. Ebenso wird die Implementierung des Buddy-Projekts im System Schule dargestellt. Sowohl die Schulaufsicht als auch die Schulleitung kommen hier zu Wort.


"ERFAHRUNGSBERICHTE" dokumentiert die Praxiserfahrungen einiger Schulen, die im Jahre 2007/08 mit Buddy starteten.


"Wirksamkeit" und "AUSBILDUNG" werfen den Blick auf Ergebnisse der letzten fĂĽnf Jahre Buddy Tirol: Daten, Fakten, Forschungsergebnisse und Ausbildung.


Allen Ermöglichern und Unterstützern des Buddy-Projekts Tirol sei gedankt. Danke, liebe Buddys! Schulen seien eingeladen und ermuntert teilzunehmen: Nützen Sie Buddy als Angebot, um die Freude der Schüler/innen am gemeinsamen Lernen zu fördern und die Lehrpersonen in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit zu entlasten!


Silvia Krenn


Silvia Krenn
Institutsleiterin für Schulentwicklung und Qualitätsmanagement der Pädagogischen Hochschule Tirol

Download der Buddy-BroschĂĽre im PDF-Format